Experteninview mit Dermatologen

Hornhaut-weg.com: 
Sehr geehrter Dr. Gabriel, Sie sind Spezialist für Dermatologie und haben insbesondere im Bereich der von Fußbeschwerden langjährige Erfahrung. Viele Menschen haben täglich mit den Folge von ungesunder Hornhaut zu kämpfen. Auch Studien haben gezeigt, dass viele Menschen unzufrieden mit ihren Füßen sind.  
Natürlich sind nicht alle Fußprobleme auf die Folgen von Hornhaut zurückzuführen, allerdings entstehen dem Patienten viele Beschwerden oft durch mangelnde Fußpflege.
Doch nun zu Ihnen Herr Gabriel, können Sie grob erklären, wie Hornhaut entsteht?

Dr. Gabriel:
Hornhaut entsteht durch die Ansammlung von Korneozyten. Für gewöhnlich sind mit »Hornhaut« eben Schwielen, Druckstellen, rissige Fersen oder sogar Hühneraugen gemeint. Letztendlich immer eine Ansammlung von Korneozyten! Wie viele Korneozyten jedoch gebildet werden hängt sehr stark von der Belastung der Haut ab. Demnach sind Handflächen und Fußsohlen die Körperstellen an denen die Verdickungen normalerweise am stärksten sind.

Hornhaut-weg.com:
Vor Kurzem wurde in der Schweiz eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass 40 Prozent der Schweizer Fußbeschwerden haben. Was glauben Sie woran liegt es, dass dieses Problem bei unseren Nachbarn, den Schweizern so stark ausgeprägt ist? Denken Sie solche Zahlen sind auf die Deutsche Bevölkerung übertragbar?
Quelle: https://www.beobachter.ch/gesundheit/wohlfuhlen-pravention/fusse-ohne-pflege-gehts-nicht

Dr. Gabriel: Ja, von der Studie habe ich auch schon gehört. Ein erschütterndes Ergebnis. Man muss fairerweise sagen, dass das Thema Fußbeschwerden ein großes Spektrum umfasst. Auch Gelenk, Bänder und Knochenprobleme gehören dazu. Auch wenn diese schmerzhaften Beschwerden über mein Spezialgebiet der Dermatologie hinausgehen, der Ursprung der Beschwerde lässt sich oft auf mangelnde Fußpflege bzw. der allgemein geringen Wertschätzung für Füße zurückführen. Diese Zahlen aus der Schweiz treffen auf Deutschland genauso zu. Laut einer Studie der PTA Apothekenzeitschrift aus dem Jahr 2016 sind nur 38% der Bundesbürger glücklich mit ihren Füßen, 2014 waren es noch 48%. Trotz dieser Umstände messen die Deutschen der regelmäßigen Fußpflege keine große Bedeutung bei. Dessen Relevanz wird nicht höher eingestuft als noch vor zwei Jahren. Nur 62 Prozent halten die Behandlung für wichtig oder sehr wichtig.(2014 waren es ebenfalls nur 66 Prozent). Ich denke viel mehr muss ich an dieser Stelle nicht dazu sagen. An diesen Ergebnissen kann man deutlich erkennen, dass die vernachlässigte Fußpflege der häufigste Grund für Fußbeschwerden ist. Insbesondere im Hinblick auf Haut- und Hornhautbeschwerden.
Quelle: https://www.diepta.de/news/aktion/fit-fuer-die-beratung-die-deutschen-und-ihre-fuesse-556630/

Hornhaut-weg.com: Hornhaut ist doch eigentlich etwas ganz Natürliches. Was muss passieren, damit Hornhaut zum Problem wird?

Dr. Gabriel:
Da haben Sie zunächst einmal recht. Hornhaut ist in der Regel dazu da, die darunterliegenden Hautschichten zu schützen. Ohne den Schutz durch die von toten Zellen gebildete Hornhaut, könnten wir vor Schmerzen kaum laufen. Die unter der Hornhaut liegenden Hautschichten sind viel zu sensibel, um mit Belastungen, wie beispielsweise das Auftreten mit dem Fuß abfangen zu können. Deshalb bildet der Körper an Stellen, die regelmäßig hoher Belastung aufgesetzt sind Hornhaut, um sich vor weiteren Belastungen zu schützen. Soweit so gut.
Wenn die Belastung auf die einzelnen Körperstellen regelmäßig sehr hoch ist, wie z.B. bei Sportlern, Musikern kann es sein, dass zu viele Korneozyten gebildet werden und dadurch Beschwerden an den jeweiligen Körperstellen auftreten. Wenn diese Verhornung ungesunde Züge annimmt, spricht man von einer Störung, die man dann Keratose nennt. Unter Hyperkeratose zum Beispiel versteht man die beschleunigte Verdickung der Hornhaut.

Hornhaut-weg.com:
Was sind Ihrer Erfahrung nach die häufigsten Probleme, die im Zusammenhang mit verstärkter Hornhautbildung auftreten?

Dr. Gabriel:
Ich erkläre es Ihnen am Beispiel eines Marathon Läufers. Wie bereits angesprochen bilden solche besonders viele Korneozyten, sprich Hornhaut. In diesem Falle an ganz verstärkt an den Füßen, insbesondere an den Fußballen. Da zwischen Fußballen und Knochen nur sehr wenig Gewebe die Belastung, die bei jedem Schritt auf den Fuß ausgeübt wird abfangen kann ist die Belastung an dieser Stelle besonders hoch. Wenn man solche Sportarten ausübt, ist es definitiv ratsam sich in regelmäßigen Abständen der übermäßigen Hornhautbildung durch einen Hornhauthobel, eine Hornhautraspel oder einem Bimsstein entgegenzuwirken. Bei Vernachlässigung werden sich ansonsten auf Dauer sehr viele Korneozyten bilden, die bei gleichbleibender Belastung zu sehr harten Gewebeschichten zusammengepresst werden. Diese können dann zur Bildung von sehr schmerzhaften Hühneraugen führen.

Hornhaut-weg.com:
Entstehen Hornhautbeschwerden also nur durch übermäßigen Druck auf bestimmte Hautstellen oder gibt es auch noch weitere typische Probleme mit denen die Patienten zu Ihnen kommen?

Dr. Gabriel:
Die Patienten von denen ich gerade gesprochen habe, sind meist sehr aktive Menschen, die Aufgrund Ihrer bewegungsintensiven Lebensweise viel Hornhaut bilden. Es gibt auf der anderen Seit allerdings auch Diabetiker, die einem größeren Risiko ausgesetzt sind. Bei den hiesigen liegt der es meist eher an der schlechteren Nährstoffversorgung der Haut. Dadurch kann sich auch verstärkt Hornhaut bilden, die mehr oder minder schmerzhaft für den Patienten sind.
Neben den beiden zuvor genannten typischen Problemfällen gibt es allerdings noch einen weiteren typischen Fall, mit denen die Patienten oft zu mir in die Praxis kommen.
Meist durch mangelnde Fußpflege ausgelöst, wird die Haut sehr trocken und rissig. Trockene und rissige Haut tritt im Alter jedoch immer häufiger auf und ist nicht immer zwangsläufig durch mangelnde Fußpflege zu begründen. Wenn jene Patienten, die grundsätzlich häufig Beschwerden aufgrund von trockener Haut haben dann auch noch verstärkt Hornhaut bilden durch Belastung der Haut, können dabei sogenannte „Schrunden“, „Rhagaden“ oder „Fissuren entstehen. (Bild von rissigen Füßen)

Hornhaut-weg.com:
Apropos Schrunden, was empfiehlt es sich als Betroffener gegen Schrunden bzw. rissige Haut machen?

Dr. Gabriel:
Schrunden lassen sich oft mit verschiedenen Cremes oder auch Hausmitteln vorbehandeln. Ich empfehle den Patienten meist die Hansaplast Anti Hornhaut Intensive-Creme. Aber auch Hausmittel eignen sich oft dafür, wie beispielsweise eine selbstgemachte Honig, Kokosöl, Bananen Kur oder Hausmittel 3. Diese müssen auf den Füßen auftragen werden, um der Trockenheit entgegenzuwirken. Nachdem die Creme oder die Kur eingezogen ist, kann mit einer Hornhautraspel oder einem Hornhaut Hobel die tote und überschüssige Hornhaut entfernt werden. Je nach Tiefe der Risse in der Haut empfiehlt es sich die Prozedur ein bis sieben Mal pro Woche zu wiederholen, um die Risse langfristig zu vermeiden.

Hornhaut-weg.com:
Vielen Dank für Ihre Zeit. Unsere Website Besucher können mit Sicherheit von Ihrer Expertise und Ihren Tipps profitieren.